Behalten oder weg damit?
#1
   

Servus -

ich war vor ein paar Jahren schon mal hier; aber da ich nicht so ein großer Schreiber bin hat sich das dann irgendwann erledigt.

Also: Ich bin Michael, 61 Jahre alt, gesundheitsbedingt schon in Rente, und wohn am Chiemsee.
Ich fahr meine Seca, meine 750 11m, seit 11 Jahren. Im Laufe der Zeit hab ich sie mir immer mal wieder umgebaut, so, wie ich sie eben haben wollte.
Sie hat etwa 130-140.000 Km gelaufen, Motor ist dicht, alles prima.

Anfang letzten Jahres hat der Anlasser angefangen Geräusche zu machen - dachte ich. Aber mein Motorradmonteur hat mich schnell eines Besseren belehrt: Es ist der Anlasser-Freilauf.
Selbst machen geht nicht, weil ich Motormäßig einfach noch nie was gemacht hab. Anbauen usw. alles kein Problem; aber Motor - nix.
Er schätzt, wenn er es macht, dann wird er wohl 1.500-2.000,- Euronen brauchen. Und wenn der Motor schon mal auf ist, dann sollte ja auch direkt geschaut werden, was noch zu machen ist.
Christian, so heisst er, ist bisher eigentlich keiner, der einen abzockt; aber andererseits auch davon leben muss. Ich denk, er wird mir, wenn, einen fairen Preis machen.

Nun ja, jedenfalls denk ich darüber nach, ob es Sinn macht - so viel Geld, dass ich auch nicht wirklich habe, noch in meinen
"Moodchanger" zu stecken: Denn wir wollen die nächsten Jahre viel auf Tour gehen. So wie letztes Jahr damit nach Irland geht es dieses Jahr einmal rund um Spanien, und die nächsten Jahre weiter und weiter.

Jedenfalls: Ich kann mich einfach nicht entscheiden was ich mach, was sinnvoll ist - noch so viel hineinstecken, in der Gefahr, dass das nächste "Unheil" abzusehen ist, und auf was Neueres zu sparen - oder nicht.
Vielleicht habt ihr Lust, mir eure Meinung dazu zu sagen?

Vielen Dank, und herzliche Grüße!
Michael

Ach ja - ich hoff, dass das mit den Bildern anzuhängen geklappt hat: Wie ihr seht, ist sie ziemlich umgebaut - aber alles eingetragen; sogar die vorverlegte Fussrastenanlage eine DragStar!


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#2
schau das Du einen gebrauchten Motor bekommst und lass den von deinem Schrauber einbauen.
Das sollte erheblich günstiger sein.

Gruß Uli
Wer gut über die Runden kommt
hat auch keine Probleme mit den Schlanken.
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#3
Moin Michael,

egal ob neuer Motor oder Reparatur, ja es tut weh das benötigte Geld wegzugeben!

Aber welche Alternative hast du sonst? Ein anderes Bike kaufen? Da kannst du auch nicht reinschauen und bist auch nicht vor bösen Überraschungen sicher.
Gut, es gibt auf dem Markt einige schöne (und mit ca. 40.000 km) gut erhaltene XJ 900 S ab etwa 2.000 €... Das wäre auch ne Möglichkeit.

Bei deiner XJ weißt du wie sie gewartet wurde, wann welche Flüssigkeiten getauscht wurden, ob sie stets warmgefahren wurde usw...
Deine Seca fährst du schon seit 11 Jahren, hast sie dir in all den Jahren so hergerichtet wie du sie haben wolltest, weißt wie sie gefahren wurde etc. Dem entgegen steht die wirklich hohe Laufleistung von 140.000 km und die daraus resultierende Frage ob sich da noch ein Invest lohnt.

An deiner Stelle würde ich mich auf dem Gebrauchtmarkt nach ner schönen und gut tourentauglichen 900. umsehen und dann nach deinem Bauchgefühl handeln. Ich glaube sogar dass bei uns im Forum eine rote mit Koffern angeboten wird...

LG,
Thomas
XJ 900 S (Bj. 1994) Bester Originalzustand Schwarz/ Blau/ Silber
XJ 650 (Bj. 1984) Bester Originalzustand Schwarz/ Blau/ Silber
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#4
Ich würde Dir auch zu einem Ausstauschmotor raten. Ein anderes Mopped wirst Du ja auch wieder auf dich umbauen. (Allerdings ist was Neueres meistens schon besser zu fahren...)

Vielleicht hängtam Motor ja noch ein günstiges Ersatzmopped dran, bei dem die Reifen hinüber sind etc.

Wenn Du schon soviel an und umgebaut hast sollte der Wechsel des Motors eigentlich kein Problem sein.

Rahmenmäßig passt auch ein Motor von der XJ750 F, und der XJ900 in den Rahmen. Allerdings zieht das zumindest den Umtasusch der CDI und des Vergasers und eigentlich des Auspuffs nach sich...
Gruß aus FFB
Susanne

Schwarzes Tape hebt alles! ----------- Pinkes auch... ;-)
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#5
Hallo Susanne, Thomas und Uli,

danke für Eure Anregungen!
Ich fahr jetzt gleich mal zu Christian, meinem Schrauber, und red mal darüber.
Dann entscheid ich mich - ich sag Bescheid, wie's weiter geht.

Aber ich glaub - behalten werde ich den "Moodchanger" auf jeden Fall: Eigentlich bin ich ja ganz zufrieden damit,
wie er sich fährt. Und, mal ganz ehrlich: Sieht doch auch ziemlich klasse aus, mein Mopped; jedenfalls für mich.

Das fanden auch all die ehemaligen XJ-tler, die ich auf unserer Reise nach Irland unterwegs kennen gelernt habe: Alle hatten schöne und gute Erinnerungen - an ihre 550er, 650er und 900er.

Also, bis denne!

Michael
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#6
Bei meiner 650er jault der Freilauf schon lange, aber er rutscht nicht durch. Hab mal selbst versucht es zu beseitigen ( Freilauf Rep.-satz) Ausser ein e Menge Arbeit ( Motor ausbauen, Getriebewellen raus, alles wieder zusammen [war mein erstes mal]) hat's nichts gebracht, er jault immer noch.
Im nachhinein hab ich mir so gedacht, das es nicht am Rep.-Satz liegt sondern an Sprengring der den Freilauf auf der ensprechenden Zahnradwelle fiziert. Bis der Abgerieben ist muss die Kiste noch sehr oft gestartet werden, das werde ich glaub ich nicht mehr erleben.
PS. aber meine Hand leg ich für mene Annahme nicht ins Feuer, die brauch ich ja zum Gas geben Smile
Grüße aus dem Flachland

XJ 650 4k0 Typ 157 52KW
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#7
Hallo Michael, erst mal finde ich daß die Seca wirklich noch gut
dasteht für ihre Laufleistung! Die Verkleidung find ich sehr interes-
sant, könnte aus England kommen???? Zu deinem Zwist behalten
oder weg damit kann ich nichts sagen, letztlich entscheidest du
das für dich im stillen Kämmerlein, wenn so nicht schon geschehen?
Bei mir ergab sich in etwa die gleiche Frage, meine XJ Baujahr 84
wollte einfach nicht mehr so richtig laufen, es machte keinen Spaß
mehr, nach etlichen Stunden draußen rumgeschraubt hatte ich die
Faxen dicke und hab sie erst mal abgemeldet. Gottlob hab ich noch
eine hier und die 31A kann ich wenn ich Lust habe wieder fertig
machen. Mein ortsansässiger Motorradhändler meinte dazu nur:
Auseinander bauen, in Einzelteile verticken. Blödsinn, a) du be-
kommst fast nix für die Teile und b) es hängen ne Menge Er-
innerungen an dem Ding. Wirklich im Stich gelassen hatte die XJ
mich nur ein einziges Mal, Treffen in Godelheim, Kardankreuzge-
lenk ausgeschlagen. Das wars auch schon in 158 000 Km! Alles
ne Frage des Geldes und der Relation würd ich mal sagen. Bei-
spiel: meine XJ braucht neue Gasschieber plus Membranen,
Kostenpunkt 70 Euro x 4 = 280 Euro. Oder ganzer Vergaser?
Das läppert sich halt alles, da ich kein Geld sch....... kann
hab ich die Karre eben abgemeldet. Die Summe die du in
deine investieren muß ist ja noch ne andere Hausnummer,
lass hören wie du dich letztlich entschieden hast??????????????
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#8
Die Frage stellt sich grundsätzlich bei jedem alten Fahrzeug. Kostenseitig ist man da immer schnell am
"Totalschaden". Aber das ist eben nur die wirtschaftliche Sichtweise. Die emotionelle Bindung an so
ein Fahrzeug rechtfertigt es dann eher Geld in die Hand zu nehmen. Ich habe mittlerweile 5 alte Motorräder
zwischen 17 und 40 Jahre, wobei meine 79er RD 250 (vom Lehrlingsgehalt 1980 zusammengespart) schon
ein echter Oldtimer ist. Ich weiß - eine kleine alte Yamaha hat nie den Wert wie eine Guzzi, BMW oder Ducati
- ist ja "nur ein Japaner.
Hätte ich speziell bei diesem Motorrad die rein wirtschaftliche Sicht bei Restauration und Generalüberholung
(2000 € reingesteckt) Anfang der 90er gesehen, würde sie heute nicht mehr leben und das Auge erfreuen.

Übrigens:
die RD hab ich damals nur noch bis 1995 intensiv als Alleinmopped genutzt, dann kam die 94er XJ900 F, nun
ebenfalls schon alt und über 100000 km genutzt. Die hab ich natürlich auch immer schön gepflegt und tipptopp
in Schuss gehalten - das steckt die ein oder andere Eurone drin.

Grüße
Andreas
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#9
Hallo Michael, von welchem Hersteller ist die Fußrastenanlage vorne? Verkleidung ist doch ne Windjammer von Vetter wenn ich mich nicht täusche. Passt optisch alles gut zusammen.
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