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BeitragVerfasst: Mo Jun 20, 2016 9:50 pm 
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Reproduzierbarer Fehler 3 mal wiederholt.
Motor kalt, Synchronisation ok, Leerlauf mit Choke ok.
Gasgeben, Motor nimmt Gas an und tourt auch wieder ab.
Leerlauf ist ca 1 min stabil.
Drosselklappen sind ja fast zu.
danach wird der Motor warm...Leerlauf wird unrund, Motor sackt in Drehzahl ab.
Stelle ich die Leerlaufdrehzahl nicht mit der Leerlaufeinstellschraube nach, läuft der Motor ülötzlich nur auf 3 Pötten (Kerzenstecker 1 gezogen, keine Reaktion) und der Motor geht von selbst aus (A).
Also Leerlaufeinstellschraube nachgedreht, Drehzahl steigt wieder..und dreht dann aber selbstständig in hohe Drehzahlen (B).

A) Kerze ist nass (ÖL, kein Benzin)!
B) bei etwas weiter geöffneten Drosselklappen ist der Unterdruck hinter der Drosselklappe nicht mehr so gross, es wird mehr Gemisch in den Brennraum geleitet, Öl wird vom Sprit-Luftgemisch gespült und Motor läuft wieder auf 4 Zylindern.. jetzt aber mit hohen Drehzahlen weil der Leerlauf ja nachgeregelt wurde.
Im Yics-Kanal am Yicsstopfer hängt jede Menge Öl.

Woher kommt das Öl..... Motor ist aussen dicht.
Bei stärkstem Unterdruck (Drosselklappen fast zu) wird über den Ventilschaft Öl angesaugt....logischerweise sehr viel mehr wenn das Öl sehr warm ist und dementsprechend dünnflüssig. Bei kalten Motor fällt das kaum auf.

Fazit: entweder Ventilschaftdichtung fratze oder Ventilführung.. ich schätze beides.

Sooon Mist!
Der Zustand der Nockenwellen sowie die absolute Dichtheit der Ventile und die nicht gelängte Nockenwellnkette liessen mich glauben, dass der Zylinderkopf auch ok war.
Nur deshalb habe ich Vollpfosten vor Einbau des Kopfes die Ventile nicht herausgenommen um die Ventilschaftdichtungen zu erneuern.

OK, auf ein Neues.. Neuer Dichtsatz, anderer Zylinderkopf..
The same procedure as.........



Ausgagslage:
-die 900er 4BBmit 58L-Vergaser und Auspuff lief einwandfrei bis vor einigen Wochen..
-dann zeigte der 58L-Motor definitiv langsan ein Lagerschaden (Ambosshämmern- erst leicht.. nach ca. 1000km stärker werdend).
-31A-Motor in respektabken Zustand hatte ich besorgt (kaum Verschleiss, Nockenwellen schier, 1. Kupplung, Kolbenränder auch super, Hohnspuren im Zylinder gut zu erkennen und kaum Ölkohle auf Kolbenböden).
-Motor basass keine Lima-Ständerwicklung und keinen Anlasser.
-31A-Motor-Topend, demontiert, Zylinderkopf umgedreht, Ventilteller gleichmässig, wenig Ablagerungen
-Bremmräume des Kopfes mit Petroleum bis zum Rand gefüllt.... alle Ventile dicht.
-nach 6 Stunden Wartezeit war noch kein Schwund von Petroleum durch die Ventile zu bemerken.
-Ventile also dicht, Ventilspiel im unteren Bereich aber innerhalb der Toleranzen
-ich entschied also den Ventiltrieb zu belassen und die Ventile nihct auszubauen

Umbau eines 31A-Motors:
-den Kopf des 31A Motors (ist ja identisch mit 58L es gibt nur den 31A-Kopf auch auf den neueren 4BB-Modellen behielt ich.
-Zylinder und Kolben des 31A-Motors tauschte ich gegen 58L-Zylinder und neue Kolben incl. neuen Kolbenringen.. alles zusammen problemlos in einem anderen Motor von mir ca. 10000km gelaufen
-Zylinder und Kolben des 58L-Motors hatte ich damals mit neuen Kolben versehen und Zylinderbank honen lassen nach Getriebeschaden die Bank und Kolben eingelagert.. Zustand sehr gut.
-Zylinder und Kolben des 31A-Motors demontiert und mit neuem Dichtsatz die "gute" Zylinderbank, Kolben, den Kolbenringen und den neueren Kolbenbolzen auf dem 31A-Rumpfmotor montiert.
-Ventilspiel nochmals kontrolliert, alles noch im Rahmen der Toleranzen.
-Krümmerstehbolzen entfernt und Gewindebohrung mit 6mm Durchmesser, 30mm tief aufgebohrt, 7mmx1 Gewinde gebohrt und Stehbolzen M7x1 (10.2) Stehbolzen M7x1x50 montiert

Umbau der 4BB:
-Ausbau des inneren Kupplungskorbs (6-Feder-Andruckplatte)
-Ausbau des Motors mit Lagerschaden
-Einbau des "überholten" Motors (31A-Rumpf)
-Ausbau der 31A-Kupplung (5-Feder-Andruckplatte)
-Einbau des 6-Federkupplungskorb´s in den "überholten" Motor.
-Anbauteile montiert, Lima-Ständerwicklung, Anlasser usw.

Inbetriebnahme:
-neuer Lufi, neuer Ölfilter, Kerzen meines ursprünglichen 58L Motors (BPR8ES) eingebaut (Überlegung: Kerzen-Funktion war ja vorher ok)
-Vergaser (so wie er in meiner 4BB vorhanden war) eingebaut
-Tank druff-- Läuft wie ein Sack voller Nüsse-- leichtes Gasgeben bis 1500U/min, Drehzahl erhöht sich und tourt auch langsam woeder ab.
-Etwas höhere Drehzahl---> Motor tourt nicht mehr ab läuft in der Drehzahl selbständig bis auf 6000 bis 7000U/min
-Killschalter-- Motor aus und Grübeln
-Nebenluft kontrolliert: reichlich Bremsenreiniger auf Stutzen und Drosselklappenwellen-- keine Veränderung, also Ansaug ist dicht,
-Gaszug ist leichtgängig, Spiel vorhanden, Vergaser zieht Gaszug auch zurück und Gaszugseil ist am Vergaser schlaff.
-Chokezug kontrolliert, leichtgängig, Spiel am Bowdenzug ist vorhanden, Chokesange manuell hineingedrückt,,,Chokeventilstange geht an den Anschlag, also alle Chokeventile geschlossen (vermutete ich).
-trotzdem Vermutung für mich: Vergaserproblem
-Vergaser ausgebaut, und zerlegt, Übergangsbohrungen kontrolliert, sind durchgängig, Leerlaufdüsen frei, Starterdüsen samt Kanal auch ok.
-Schwimmernadelventile samt O-Ringen auch ok, keinerlei Verschmutzung auch den Sieben der Nadelventile.
-Membranen einwandfrei, Hauptdüsen ok, Schieber leichtgängig, Düsennadeln ok, Nadeldüsen, Düsenstöcke (mit seitlichen Bohrungen) auch alle sauber.
-Alle Drosselklappen schliessen einwandfrei, Drosselklappenwelle leichtgängig
-Vorsynchronisation aller Dosselklappen mittels 0,8mm Rund-Federstahl an der britesten, untersten Stelle der Drosselklappenöffnung
-keinerlei Partikel (Überprüfung mit Lupe) in den Schwimmerkammern. Boden und Wandung der Schwimmerkammern: minimalst hellbrauner Belag, leicht mit weichem Tusch abzuwischen.
-wegen der Sauberkait der Gaser habe ich die Bank nicht in einzelne Gaser getrennt (insofern steht jetzt noch der Verdacht eines oder mehrerer defekter Chokeventilgummmis (habe ich aber bei Mikunis noch nie erlebt, deshalb auch die Bank nicht zerlegt).

Nächster Tag:
-Vergaser wieder eingebaut
-Synchtester angeschlossen
-Spritflasche dran
-Vergaser 1 läuft über
-leichtes Klopfen auf die Bank, Vergaser ist dicht.. Schwimmer hing also nur nach der Vergaserkontrolle
- Motor läuft nur auf 2 Pötten (1. und 2. Zylinder Kerzenstecker abgezogen, keine Drehzahlveränderung)
-Kerzenstecker 3 und 4 abgezogen, Motor stirbt ab.
-Kerze 1 heraus, war nass..wegen Vergaserüberlauf.
-Kerze trockengelegt
-Motor wieder angeworfen
-gleiches Verhalten wie am Vortag vor der Vergasersichtung--- Motor läuft im Stand
-Motor dreht plötzlich hoch bei einigermassen gleichmässiger Synchronisation
-Leerlauf sehr unrund
-Gasannahme und Abtouren des Motors ist nur "eingermassen" möglich bei sehr unruhigem Leerlauf mit Aussetzern
-Verstelle ich die Synch total (das Paar des 1. und 2.Zylinders gegen das Paar des 3. und 4. Zylinders), läuft der Leerlauf gleichmässiger aber das Ding tourt sofort selbstständig nach oben sobald ich auch nur ganz gering kurz am Gasgriff drehe.


Eventuell gibts ja XJ-Tehnik-Fachleute
Wer hat einen Rat.....

Vielen Dank!

LG Gerhard

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Zuletzt geändert von gerhard aus HH am Fr Jun 24, 2016 7:25 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 1:21 am 
Oh, Gerhard, bei Dir brennt's ja richtig ! Wünschte, ich könnte Dir helfen.... !

Aber wenn DU schon nicht mehr weiter weißt, dann muss es schon ein dickes Problem sein....

Wäre ja schön, wenn's so einfach wie bei mir wäre und auch an der Zündung liegen würde. Aber das weiß ich ja alles von Dir, da brauche ich Dir ja nichts
erzählen. Vielleicht spinnt die TCI ? Aber was weiß ich schon, Du wolltest einen Rat vom Fachmann, daher bin ich jetzt lieber still.

Wollte Dir und Jens Helge einfach viel Kraft und die zündende Idee wünschen! :idea:


Jürgen aus Heilbronn


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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 8:01 am 
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Moin Gerhard, schau dir bitte den Gaszug genau an. Bei mir hat er falsch gelegen und war deshalb schwergängig, schmieren hatte nicht geholfen. Auf den letzten drittel zog die Feder am Vergaser nicht den Seilzug nicht zur zurück auch zurück drehen am Griff war ab und zu mal drin.
So kurios es auch klingt, schau es dir genau an, es sind manchmal so einfache Sachen die eine große Wirkung haben.

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 9:07 am 
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Danke, Frank!
Habe es noch mit auf meine TODO-Liste gesetzt.
Gaszug hatten wir (netter Mann und ich) auch in Verdacht.
Sogar Weibchen fragte (nachdem sie meine enttäuschten Blicke sah): "Vielleicht klemmt ja etwas am Gasgriff"....auch dafür liebe ich sie... :wink:
Gaszug ist leichtgängig, Federn des Gasers zieht den Zug auch zurück.
Am Einhängepunkt des Gasers ist auch eine kleine Schlaufe (Spiel des Gasseils) zu sehen wenn der Gasgriff losgelassen wird. Alle Drosselklappenwellen sind leichtgängig unnd arbeiten auch synchron. Die Federn unter den Synchronschrauben sind auch vorhanden, sodass eine Drosselklappe oder dein Päärchen des Gasers bei fehlender Feder nicht mitgenommen werden könnte. Bei ausgebautem Vergaser habe ich das auch kontrolliert.
Ein manuelles Zurückdrücken der Drosselklappenwelle am Einhängepunkt des Gasers mit nem Schraubendreher ergab auch kein Spiel.
Trotzdem.. irgendwo ist dort der Hund begraben..
Was mich wundert.. die Drehzahl steigt nicht plötzlich an wie beim Gasgeben sondern steigt stetig an.. so als wenn man etwas langsamer Gas gibt.
Dank aber für Dein Hinweis, Frank.
Ich schaue mir das nochmals genauestens an .. auch das Yicswerkzeug.

Eine TODO-Liste habe ich mir schon gemacht.
Bringt das Abarbeiten der Liste keine Fehlerquelle hevor, kommt die Zicke samt aller Teile meines Fundus´s auf die Mülle.
Schade um die motore, neue Reifen, neuer Tüv usw..

TODO-Liste..
Kalter Motor:
1. Durchmessen der Kerzen und Kerzenstecker
2. Pickup-Platte (Grundplatte der Zündung) tauschen
3. Durchmessen der Pickups (Zündimpulsgeber)
4. Durchmessen der Verbindung Pickups --> TCI
4a. 12V-Versorgung der TCI überprüfen
4b. Masseverbindung TCI überprüfen
4c. Anschlussleitung (+12V-Versorgung an den Zündspulen und Verbindung von Zündspulen zur TCI überprüfen)
4d. Primärwiderstand und Sekundärwiderstand der Zndspulen überprüfen
5. OT-Stellung des 1. Kolbens mit Zündgeberplatte überprüfen
6. Synchrontester auf Undichtigkeit überprüfen / Abdichten
7. Prüfen ob gleichmässiger Kompressionsdruck
8. Schwimmerstand der Vergaser überprüfen
9. Yicskanal Absperrung auf richtige Stellung Position überprüfen (ob Aluröhrchen des Yicsabsparrers nach dem letzten Verleihen vertauscht / evtl neuer Yickskanal-Verstopfer))
10. Leerlaufgemischschraube=3 bis 3,5 Umdrehungen raus
11. Mechanik des Gasers nochmals prüfen-Hinweis Frank- (Gaszug, Spiel Drosselklappen, Choke usw.)
12. versuchsweise andere Zündspulen nutzen (Hinweis Jügen)
13. Vergaserschieber und Federn überprüfen (Hinweis Jens)
14. Vergaserschelle 3. Vergaser Schraube kürzen (Gasanschlag behindert Tip Karsten)
Warmer Motor:
1. Zündzeitpunkt kontrollieren im Leerlauf und auf Zündverstellung überprüfen (Zündzeitpunkt-Prüflampe)
2. Synchen


Wär´ toll wenn jemand noch eine Idee hätte.
Mit meinem Latein bin ich am Ende... grummel.
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frei nach dem Motto:
Cessante causa cessat effectus....
(fällt die Ursache fort, entfällt die Wirkung)
:wink:

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Zuletzt geändert von gerhard aus HH am Di Jun 21, 2016 8:20 pm, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 10:04 am 
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Hallo Gerhard,

was ist den mit den Zündspulen? die haben bei mir auch mal sso einen seltsamen Fehler verursacht.
Meine wahren gerissen.

Gruss Jürgen


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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 10:51 am 
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andere Zündspulen versuche ich auch, Danke!

LG Gerhard

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 10:56 am 
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Hallo Gerhard,
ich hatte vor Jahrzehnten mal so einen Fehler bei einer XS750 (der fiese 3-Zylinder). Da war eine der Federn, die dem Gasschieber entgegenwirken, gebrochen. Ich hatte kurz vorher die Vergaser zerlegt und gereinigt und alle Teile -soweit am heimischen Tisch möglich- auf Funktion geprüft, deshalb hatte ich die Anfangs gar nicht auf der Liste. Habe mir damals den Wolf gesucht und war kurz davor das Teil öffentlich zu verbrennen ;-). Das Verhalten war wie von Dir beschrieben -> der Motor drehte wie von Geisterhand betätigt langsam aber stetig immer schneller.
Gruß
Jens

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 1:47 pm 
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zoidberg hat geschrieben:
Hallo Gerhard,
ich hatte vor Jahrzehnten mal so einen Fehler bei einer XS750 (der fiese 3-Zylinder). Da war eine der Federn, die dem Gasschieber entgegenwirken, gebrochen. Ich hatte kurz vorher die Vergaser zerlegt und gereinigt und alle Teile -soweit am heimischen Tisch möglich- auf Funktion geprüft, deshalb hatte ich die Anfangs gar nicht auf der Liste. Habe mir damals den Wolf gesucht und war kurz davor das Teil öffentlich zu verbrennen ;-). Das Verhalten war wie von Dir beschrieben -> der Motor drehte wie von Geisterhand betätigt langsam aber stetig immer schneller.
Gruß
Jens



Hi Jens,
Dachte auch daran..
Vor der Vergaserzerlegung war der Fehler ja vorhanden..
Beim Zerlegen der Gaser habe ich auf Leichtgängigkeit der Schieber überprüft.
Nach Zusammenbau der Gaser nochmals die Schieber betätigt...alle werden gleichmäsig von der Feder in der Menbrankammer nach unten gedrückt....
Vor Einbau der Vergaserbank habe ich nochmals geprüft..
ich schaue trotzdem nochmal nach, danke!

LG Gerhard

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 5:40 pm 
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Gerhard,
bevor du diese ganze Checklawine in Bewegung setzt eine kurze Überlegung: Wenn sie nicht genug Luft kriegt, kann sie nicht hochdrehen - oder? D.h. die Drosselklappen müssen aufgehen, in jedem Fall, sonst kanns auch kein anständiges Gemisch bilden, den Sprit zerstäuben etc.
Start sie mal und schau dir mit einem Spiegel und Taschenlampe vom Luftfilterkasten her an, was passiert, wenn sie von allein zum Hochdrehen anfängt. Falls du nicht gut dazukommst, versuchs mit einer Endoskopkamera (sowas zB. http://de.eachbuyer.com/usb-2-0-led-bor ... 16486.html" onclick="window.open(this.href);return false; ). So dass du Schieber und Klappen von hinten siehst...
Ciao
Emo


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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 8:08 pm 
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Nur um die dümmsten fehler auszuschließen.
Wir haben neulich beim montieren einer Versagerbank ein ähnliches Phänomen gehabt. In dem Fall hat die Vergaserschelle des dritten Zylinders ein komplettes Zurückklappen des Gaszugs verhindert. Die Gaszugaufnahme verklemmte sich an der Schraube der Schelle. Ist schnell kontrolliert und kann seltsames Verhalten bewirken.

LG

Karsten

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Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 8:17 pm 
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Jepp.. kenne ich auch..besonders wnn die Schelle nicht in der Nut sitzt . .. habe ich jetzt nicht daran gedacht.
Kommt mit auf die liste, Danke Karsten.
Vergaseransaugstutzen Schelle 3. Vergaser, Schraube M4 10mm kürzen.. :kumaxx:


LG Gerhard

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 8:33 pm 
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Emo-Go hat geschrieben:
Gerhard,
bevor du diese ganze Checklawine in Bewegung setzt eine kurze Überlegung: Wenn sie nicht genug Luft kriegt, kann sie nicht hochdrehen - oder? D.h. die Drosselklappen müssen aufgehen, in jedem Fall, sonst kanns auch kein anständiges Gemisch bilden, den Sprit zerstäuben etc.
Start sie mal und schau dir mit einem Spiegel und Taschenlampe vom Luftfilterkasten her an, was passiert, wenn sie von allein zum Hochdrehen anfängt. Falls du nicht gut dazukommst, versuchs mit einer Endoskopkamera (sowas zB. http://de.eachbuyer.com/usb-2-0-led-bor ... 16486.html" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false; ). So dass du Schieber und Klappen von hinten siehst...
Ciao
Emo


Chekwird sowieso durchgeführt Anderer Motor, andere Komponenten.... alles erstmal durchchecken. Vergaserwellen funzen alle einwandfrei, habe ich getestet nach Ausbau des Gasers. Auch die Schieber gehen bei Unterdruck hoch, habe ich auch getestet.
Die Dichtheit der Membranen ist von mir auch getestet.. einmal nach Ausbau gegen helles Licht und auch bei eingebauten Membranen heben die Schieber sich bei gleichem Druckunterschied gleichmässig hoch und sind dicht.
Dank trotzdem für Deine Überlegungen!
Hochdrehenn tut sie ja.. und zwar kräftig.. nur abtouren tut sie nicht.
Werd´s aber nochmal kontrollieren

LG Gerhard

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 9:01 pm 
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Hallo Gerhard,

du sagtest, daß die erste Kerze nass war.
Du kennst ja die Empfindlichkeit der NGK- Kerzen, einmal abgesoffen und kaputt.

Das Hochdrehen des Motors würde es zwar nicht erklären, aber wenn du am Vergaser rumstellst, obwohl die Zündung der Fehler ist, kann es durchaus unerklärliche Symptome geben.

Auf deiner todo-Liste stehen ja schon Zündkerze und Stecker, aber bedenke, daß die Summe der Widerstände mit 10 Ohm zu viel sein könnte bei unseren ollen Kisten. Testweise mal die Steckerwiderstände ersetzen durch Kupferdraht in entsprechender Länge.
Zündkerzen haben ja den Widerstand drin BPR8ES. Auch die Widerstände der Kerzen sind äußerst empfindlich

Der "Sacknüsselauf" hört sich eher nach 3 Zylindern an

LG
Matthias


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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 10:32 pm 
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Gerhard, leider weis ich auch nicht weiter. Du hast schon alles auf der ToDo-Liste.

Aber noch ein Kommentar von mir zu den Zündkerzen und den Entstörwiderständen:
IMHO sollte im System nur 1x ein Widerstand drin sein, entweder am Kerzenstecker oder in der Zündkerze. D.h. wenn Kerzenstecker mit Widerstand, dann Kerze ohne Widerstand.
Das erklärt zwar nach meiner Meinung nach nicht das von Dir beschriebene Verhalten, aber ich wollte es einfach anmerken.

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Schöne Grüsse aus dem Taubertal

Jürgen

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BeitragVerfasst: Di Jun 21, 2016 10:42 pm 
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Wenn zwei Widerstände im Strang sind (also 10kOhm) springt der Motor eher erst gar nicht an da der Zündfunke zu schwach wird.

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